Montag, 16. Juli 2012

Crossmediales Publizieren oder auch: Angeln mit dem richtigen Köder


Drei Fragen an Kay Schönewerk

Ob auf See oder im Fluss - Kay Schönewerk fischt gern in vielen Gewässern. Privat und Beruflich. Das Angeln von Fischen beschränkt sich allerdings auf die wenige Freizeit des Agenturinhabers am Wochenende und in der Urlaubszeit. Aber auch im Job folgt er der Devise: Der Köder muss dem Fisch schmecken. Nur geht es hier nicht um Wobbler und Forelle, sondern um crossmediale Aktivitäten von Unternehmen und ihrer Zielgruppe.

Geschäftsführer crossmedialer Kommunikationsagentur in Leipzig
Kay Schönewerk, Geschäftsführer 4iMEDIA (Bildquelle: 4iMEDIA)
Ein Kanal auf Youtube, eine Webseite oder den Auftritt auf Facebook - Was erwartet die jeweilige Zielgruppe heute von einem Unternehmen?

Die Zielgruppe erwartet von Unternehmen, dass sie dort abgeholt wird, wo sie sich bewegt. Die Inhalte erhält, die sie interessiert und diese in der Art und Weise präsentiert werden, die die Zielgruppe konsumieren will und kann. Heute gilt mehr denn je: Der Köder muss dem Fisch schmecken. Nicht dem Angler.

(schmunzelt) Und wenn der Fisch in einem anderen Teich schwimmt, muss der Angler eben seinen Platz und seine Ausrüstung anpassen.

Ist es der Video-, Bildjournalist, der Redakteur oder der Social Media Manager, der crossmedialen Inhalte produziert?

In der Theorie ist es der jeweilige Spezialist für die jeweiligen medialen Inhalte. In der Praxis macht es die Mischung. Wenn der Bildjorunalist gleichzeitig auch ein guter Social Medianer ist - warum ihn dann nicht genau an der Schnittstelle einsetzen? Natürlich nur, wenn er es kann und will. Auf  „Teufel komm raus“ Menschen zu einer eierlegenden Wollmilchsau zu erziehen oder zu schulen, wird nicht funktionieren.

Werden Unternehmen, die nur auf einen Kanal setzen, in der Gunst der Zielgruppe hinten anstehen?

Nein. Wenn sich die jeweilige Zielgruppe auf diesem einen Kanal bewegt, ist dies genau der richtige Weg. Eine Bachforelle findet man auch nur im Bach und wer ein guter Fliegenfischer ist, wird genau den richtigen Köder zum Angeln finden. Hier ist nicht die große Anzahl verschiedenartiger Köder entscheidend.  


Danke für das Interview und Petri Heil!

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